Ich verstehe mich als Gastgeberin, Vernetzerin, Grundsteinlegerin und Ideengeberin. Oft jongliere ich mit zu vielen Bällen gleichzeitig, aber ich denke: Hinfallen ist keine Schande, nur liegen bleiben. Wenn Beuys sagt, jeder Mensch ist eine Künstlerin, sage ich: Jedes Leben ist ein großes, anstrengendes Kunstwerk und Magie entsteht oft, wenn wir sie nicht planen.



Ich höre gerne zu, gehe in den Austausch und bringe Menschen zusammen, die (mich) inspirieren. Ich gehe aber auch gerne alleine am Strand spazieren, blinzle in die Sonne und schreibe Texte. Für manche bin ich nicht zu fassen, für andere zu durchschaubar.
Ich beschäftige mich mit der Frage, wie ich mich als weiß positionierte Person für eine antirassistische Gesellschaft einsetzen kann. Was ich als Enkelin von nationalsozialistisch erzogenen und (später) sozialdemokratisch engagierten Großeltern für die Zukunft lerne. Wie ich mich an einer multiperspektivischen Erinnerungskultur beteiligen kann.
Ich wundere mich, warum Tod, Trauer und Abschied so schwierige und oft verdrängte Teile des Lebens sind. Und wie wir Räume gestalten können, die Trauer mit und ohne Weinen ermöglichen. Und warum Abschied nehmen so weh tut. Deshalb bin ich auch als Trauerrednerin aktiv.
